Zwei Pokale und ein neues Auto


06.09.2009: Über die Erfolge von Thomas Mühlenz auf Rang zwei und Dino Calcum auf Rang drei in der ADAC Procar Meisterschaft konnte sich ATM Racing aus Marl in Oschersleben freuen.

Mit Dino Calcum durchlief das Team an diesem Wochenende alle Höhen und Tiefen. Im ersten Training war der Youngster ganz vorn mit dabei, beklagte aber bereits ein hakelndes Getriebe. Nach dem Getriebetausch stoppte ihn ein Kupplungsdefekt und im Qualifying war nach einem Ausritt die Vorderachse verbogen. "Das Auto war auf der Hinterachse sehr unruhig, so dass Dino neben die Strecke gerodelt ist", erklärte Team-Administratorin Steffi Neitzel. "Mit dem fünften Startrang ist aber noch nichts verloren. Ich halte Dino für so stark, dass er von Beginn an morgen vorn mitmischen kann."

Gut startete der Wattenscheider in das erste Rennen, überholte einen Wettbewerber und konnte diesen bis zu einem Ausrutscher hinter sich halten. "Das Auto lag unruhig", erzählte der Fünftplatzierte in der Reparaturpause. Der zweite Lauf gestaltete sich chaotisch - auch für Dino Calcum, der seinen Fiesta über Kies und Öl auf Rang drei ins Ziel steuern konnte. "Ich bin super erleichtert, dass ich am Ende doch noch meinen Pokal mit nach hause nehmen konnte", berichtete der 19-Jährige nach dem Rennen.

Thomas Mühlenz: Mit der Leistung und dem dritten Startrang des Routiniers aus Recklinghausen war Teamchef Martin Mainzer am Samstagnachmittag höchst zufrieden: "Der GAS-Fiesta läuft. Thomas ist mit einem äußerst knappen Rückstand von 1/10 Sekunde auf den Polesetter auf jeden Fall vorn mit dabei."

Im ersten Rennen mischte der GAS-Mann dann von Beginn an in der Spitzengruppe mit. Ein D-Zug aus drei Fahrzeugen der Division 2 der Fahrzeuge bis 1600 ccm konnte sich vorn absetzen. Thomas Mühlenz setzte den vor ihm fahrenden Benedikt Boeckels unter Druck und zog an diesem vorbei auf den zweiten Rang hinter Guido Thierfelder.

Gestaltete sich das zweite Rennen zunächst ähnlich wie das erste, so fuhr am Ende Thomas Mühlenz nur als Neunter über den Zielstrich. Was war geschehen? "Das Auto hat kein Gas mehr angenommen. Ich konnte letztlich nur noch ins Ziel rollen", berichtete der Rennpilot am Sonntagabend.

Uwe Sahler ist der neue Fahrer im Team ATM Racing. Der Bergisch Gladbacher kommt aus der Youngtimer-Sparte und ist auf der Langstrecke und dem Nürburgring "zuhause". Für ihn sind die verwinkelte Strecke im Motopark, das Fahrzeug und die Sprintdistanz in der ADAC Procar Meisterschaft daher Neuland. "Uwe muss einfach fahren, fahren, fahren, um Erfahrungen zu sammeln", kommentierte Martin Mainzer den 10. Startrang. Uwe Sahler ist auf einem komplett neu aufgebauten Ford Fiesta ST unterwegs, der an diesem Wochenende sein Rollout hatte.

Der Procar-Neuling überquerte nach den Rennen als Neunter und als Sechster den Zielstrich. "Die Umstellung vom Hecktriebler zum Fronttriebler ist enorm. Ich muss einfach noch runder fahren, um vorn mitmischen zu können", erzählte Uwe Sahler nach dem Rennen. Drei Punkte konnte der Bergisch Gladbacher jedoch schon bei seinem Einsatz in Oschersleben in der Tabelle verbuchen.

Die nächsten Meisterschaftsrennen stehen bereits in 14 Tagen auf dem Programm. Am 20. September werden die Läufe zwölf und dreizehn der ADAC Procar auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal ausgetragen. (pw)

Rennergebnis 1:
1. Guido Thierfelder
2. Thomas Mühlenz
3. Benedikt Boeckels
...
5. Dino Calcum
...
9. Uwe Sahler

Rennergebnis 2:
1. Guido Thierfelder
2. Benedikt Boeckels
3. Dino Calcum
...
6. Uwe Sahler
...
9. Thomas Mühlenz

Tabelle:
1. Guido Thierfelder 84
2. Dino Calcum 67
3. Benedikt Boeckels 66
4. Thomas Mühlenz 62
...
13. Uwe Sahler 3

Teamwertung:
1. ATM Racing 129
2. ETH Tuning 89
3. Leipert 89